Rückstellungen: Stresstest für dubiosen Braunkohle-Käufer EPH gefordert. Petition schon über 3000 Mitzeichner Drucken E-Mail
Dienstag, den 07. Juni 2016 um 10:23 Uhr

Mit einer Petition fordert Hannelore Wodtke aus Welzow den Brandenburgischen Finanzminister Christian Görke (LINKE) auf, den umstrittenen Käufer der Lausitzer Braunkohlesparte - die tschechisch-zypriotische Finanz- und Energie-Holding EPH - mit einem Stresstest zu überprüfen. „Mit seinen undurchsichtigen Firmenstrukturen könnte der Konzern sich leicht seiner Verantwortung für die Region entziehen. Wenn EPH rigoros Kapital abzieht, bleibt Brandenburg auf den Folgekosten der Tagebaue sitzen“, mahnt Wodtke. Die am letzten Donnerstag gestartet Petition konnte binnen weniger Tage schon über 3000 Mitzeichner gewinnen (https://weact.campact.de/petitions/stresstest-fur-vattenfalls-braunkohle-kaufer)

Ein heute veröffentlichtes Gutachten der Wissenschaftsinstitute „Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft“ (FÖS) und „Institute for Advanced Sustainability Studies“ (IASS) kommt zu dem Ergebnis, dass die Rückstellungen der Braunkohle-Bergbaubetreiber für die Renaturierung nicht ausreichen. Auch die mitregierenden Brandenburger Linken, wie auch die oppositionellen Grünen sprechen sich für einen Stresstest aus.

Die Tagebaurandbetroffene Wodtke fordert, dass die Brandenburger Landesregierung überprüft, ob der Konzern die Folgekosten überhaupt tragen kann und die Rückstellungen für die Renaturierung gesichert ist.  Ein unabhängiges Wirtschaftsprüfungs-Unternehmen muss die Finanzstruktur von EPH prüfen und ermitteln, ob das Unternehmen überhaupt genug Rückstellungen für die Rekultivierung der Region  hat und wie verhindert werden kann, dass sich das Unternehmen den Folgekosten entzieht.