Allianz für Welzow
Tagebaurandbetroffene Welzow: Vattenfalls Angebot ist eine Farce – Zahlung nur bei Genehmigung des neuen Tagebaus – Land muss moderierend eingreifen Drucken E-Mail
Donnerstag, den 19. Juli 2012 um 11:23 Uhr

sandsturm ueber welzow„Das ist eine Farce hoch zehn, was Vattenfall uns anbietet“, kritisiert Günter Jurischka das aktuelle Angebot zu den Ausgleichszahlungen des schwedischen Staatskonzerns für die vom Tagebau betroffene Gemeinde. Vattenfall wolle demnach nur insgesamt 10.000 € für die kommenden mindestens 15 Jahre anbieten. Der Konzern ist aber nur bereit diesen Ausgleich zu zahlen, wenn die Landesregierung einen neuen Tagebau in Welzow genehmigt. Einen konkreten Zeitpunkt für die Auszahlung gäbe es nicht. „Für mich klingt das wie Erpressung und eine Vertröstung auf den Sankt-Nimmerleins-Tag“ kritisiert nicht nur Jurischka entrüstet das Angebot von Vattenfall. Im Einwohnerantrag von 2010 wurde hingegen eine klare Forderung nach 40.000 € postuliert. Jurischka begrüßte es daher, dass der Welzower Bürgerbeirat „Randbetroffenheit“ das Angebot in der vorliegenden Form nicht angenommen hat.

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Probleme der Tagebauregion müssen in das Regionale Entwicklungskonzept einbezogen werden. Drucken E-Mail
Dienstag, den 10. Juli 2012 um 07:31 Uhr

tagebau welzowDas Bündnis „Allianz für Welzow“ versandte heute an alle Kreistagsabgeordneten von Spree-Neiße einen kritischen Fragenkatalog mit der Bitte, die Anregungen und Fragestellungen bei der Erstellung des „Regionalen Entwicklungskonzeptes Cottbus – Guben – Forst“ (REK) zu berücksichtigen. In dem Konzept sollen künftig die Stärken und Schwächen der Region analysiert werden. Gemeinsam mit Planern, Politikern und Verbänden aus dem Spree-Neiße-Kreis soll eine Strategie für die Bereiche Wirtschaft, Infrastruktur, Kultur und Tourismus entwickelt werden. Das fertige Konzept solle nach Informationen aus dem Infrastrukturministerium Ende des Jahres öffentlich vorgestellt werden.

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Braunkohleverstromung in der Kritik: Bündnis „Allianz für Welzow“ wendet sich mit Fragenkatalog an den Landtag Drucken E-Mail
Mittwoch, den 23. Mai 2012 um 07:21 Uhr

welzowprotest druckDas Bündnis „Allianz für Welzow“ wendete sich heute mit einem kritischen Fragenkatalog über die Auswirkungen der Braunkohleverstromung in der Lausitz an alle 88 Landtagsabgeordneten in Potsdam. In der vom Tagebau geprägten Stadt Welzow im Süden Brandenburgs droht weiterhin die Abbaggerung von Ortsteilen, wie Proschim so wie die Zwangsumsiedlung von über 800 Menschen, die Vattenfall im Weg sind. Der schwedische Staatskonzern Vattenfall plant ab 2015 südlich von Cottbus 1900 Hektar abzubaggern, um Braunkohle für seine Kraftwerke zu gewinnen.

„Alle Abgeordneten im Landtag müssen sich die Frage gefallen lassen, ob sie sich im Einzelnen mit den in dieser Region betroffenen und verwurzelten Menschen beschäftigt haben“, sagt einer der Sprecher der Allianz Günter Jurischka. „Wer zu diesen Planungen seine Zustimmung gibt, muss wissen, dass die Heimat von hunderten Menschen unwiederbringlich zerstört würde“, mahnt Jurischka die Landespolitiker.

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