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Klinger Runde: Der Schwedischen Regierung scheint das Geld wichtiger zu sein, als Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Der Sprecher der Lausitzer Bürgerinitiative „Klinger Runde“ Thomas Burchardt zu der Ankündigung der Schwedischen Regierung, aus finanziellen Gründen nichts gegen den Neuaufschluss von fünf neuen Tagebauen zu unternehmen.

Es ist unverständlich, wie die Schwedische Regierung die durch die Energiewende notwendige Umgestaltung der Konzernaktivitäten in Deutschland nicht umsetzt. Es fehlen konkrete Vorgaben, wie Vattenfall seinen viel hohen Ausstoß an Kohlendioxid senken, Arbeitsplätze in Deutschland sichern und seinen Anteil an Erneuerbaren Energien ausbauen will. Dieser bewege sich bei Vattenfalls Stromerzeugung in Deutschland noch immer im Promille-Bereich. 

Neue Tagebaue im Hochindustrieland Deutschland sind grundsätzlich nicht mehr zeitgemäß. Die Braunkohleverstromung basiert auf einen zu hohen Ressourcenverbrauch, sie greift in die Grund- und Eigentumsrechte der Betroffenen ein und ist in ihrer nachhaltigen Bilanz eine Verschuldung an die kommenden Generationen. Das Umweltbundesamt bezifferte 2012 die externen Kosten des Stromes aus Braunkohle mit 10,7 Cent/kWh.

Mit seinem Festhalten an den Tagebauplanungen vergibt die Schwedische Regierung die Möglichkeit, sich aktiv in eine zukunftsgerechte Energieversorgung einzubringen.