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Lausitzer CDU-Spitzen wollen Klimawandelleugner ein Podium bieten - Kritik von der CDU-Welzow/Proschim: Protestnote an Brandenburger Parteichef Senftleben und Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer

Vertreter der Lausitzer CDU wollen dem umstrittenen Klimawandel-Leugner Patrick Moore aus Vancouver (Kanada) ein Podium in Cottbus bieten. Dagegen regt sich nun Widerstand. "Ich hätte nicht gedacht, dass meine Parteikollegen auf ein so niedriges Niveau sinken würden um das Weiterlaufen der Kohle rechtfertigen zu können", kritisierte der Fraktionsvorsitzende der CDU/GZW im Welzower Stadtparlament Günter Jurischka aus Proschim. In Namen seines Ortverbandes hat Jurischka nun eine Protestnote an den Brandenburger Parteichef Ingo Senftleben und der CDU Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer verfasst.

"Die CDU hat sich auf Bundesebene eindeutig zu den Klimaziele bekannt. Warum nun der Bundestagsabgeordnete aus der Lausitz ausgerechnet einen Leugner des menschengemachten Klimawandel ein Podium bieten will, ist unerklärlich ", sagt Jurischka. Das Einladungsschreiben ist von den CDU-Politikern Klaus Peter Schulze aus dem Bundestag und den beiden Landtagsabgeordneten Raik Nowka und Michael Schierack unterzeichnet worden. Die Vertreter der Lausitzer CDU werben damit, dass am 18. Mai im Cottbuser Stadthaus über "Ist Kohlendioxid ein Klimakiller? Der fatale Irrtum der aktuellen Klimapolitik" geredet werden würde.

"Mir ist völlig unklar, was die unsere Landes- und Bundespolitiker mit der Veranstaltung erreichen wollen, außer dass tausende Euro Partei oder Steuergelder in den Sand gesetzt werden. Für einige Lausitzer Plinse wird Moore bestimmt nicht aus Kanada nach Cottbus kommen", meint Jurischka: "Nur weil ein PR-Unternehmer mit einem uralten Greenpeace-Ausweis durch die Gegend rennt und Phrasen großer Energiekonzerne gegen Geld wiederbetet, werden die Probleme des Klimawandels und die immer noch drohende Enteignung hunderte von Menschen und die Vernichtung wertvoller Äcker, Wälder und Kulturen durch den neuen Braunkohletagebau in Welzow nicht weniger. Für so weltfremd und einfach gestrickt wie meine CDU-Kollegen die Menschen bei uns in der Lausitz halten, oder haben möchten sind sie es ein Glück keineswegs". Moore führt häufig eine längst zurückliegende Zugehörigkeit zu Greenpeace vor um an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Die Umweltorganisation habe sich vor lange Zeit von Moore distanziert.

Download Protestnote
http://www.allianz-für-welzow.de/images/dokumente/Protestnote.pdf

Einladung der CDU-Kreisverbände Cottbus, Spree-Neiße und Klaus Peter Schulze (MdB)
http://www.allianz-für-welzow.de/images/dokumente/Einladung_CDU_Moore.pdf